Sonntag, 20. November 2011

Traveltime von Railay nach Kambodscha

Nachdem jetzt schon die ersten rumgejammert haben, dass wir mit dem Blog hinterher hängen, haben wir heute Abend mal etwas Zeit abgeknapst um euch auf den aktuellen Stand zu bringen. Besonders wenn man nur ein zwei Abende an einem Ort ist tut man sich immer etwas schwer Zeit zu opfern, um Vergangenes zu rekapitulieren. Nun ja, auf jeden Fall sind Kommentare zu den Posts immer sehr zuträglich was die Aktualität angeht.

Letzter Stand war ja dass wir in unserem heimelichen "Luxusresort" die Tage mehr oder weniger entspannt verbracht haben. Viel Pool und Strand und Lesen und Abends trinken mit den anderen Leuten.

Da wir ja aber hier keinen monatelangen Strandurlaub machen wollten, sondern nach der anfänglichen Entspannungspause auch wieder richtig reisen wollten, haben wir uns am 16.11. in Richtung Kambodscha aufgemacht. Der Anfang des Trips verlief recht ereignislos. Mit dem Boot vom Resort gings erstmal von Railay ans Festland und von da mit dem Songthaew nach Krabi. In Krabi sind wir dann in ein Guesthouse eingecheckt, in welchem wir 2008 schonmal waren. (Da hatte ich mir damals die böse Augeninfektion zugezogen, lag aber nicht am Guesthouse :P) Mit shared Bathroom und kalter Dusche stellte sich vorallem bei Isa schnell das Verlangen nach unserem tollen Bungalow ein :)

Den nächsten Morgen um 7:30(!!) haben wir uns dann für 300 Baht (7,50€) zum Flughafen in Krabi fahren lassen. Am Flug war nichts wirklich spannend. Allerdings hatte ich schonmal ein waches Auge was die Beinfreiheit bei Air Asia angeht, schließlich haben wir noch unseren 10h Flug nach NZ mit Air Asia gebucht. ... Ich hoffe einfach, dass es eine größere Maschine ist. Ansonsten brauche ich Knieschoner :)

In Bangkok angekommen, waren wir natürlich gespannt, ob alles unter Wasser steht oder ob immer nur die 3 gleichen gefluteten Straßen gezeigt werden. Erster Eindruck nach der Landung war, dass alles wie immer aussah. Auch nach der Metrofahrt zum Busterminal schien alles i.o. Lediglich den ein oder anderen Berg Sandsäcke konnte man noch sehen - aber keine Spur mehr von Wasser.


Warten auf die Metro in BKK


Sandsäcke im Busterminal

12:30 am Busterminal angekommen, konnten wir gleich einen Bus für 13:30 an die Grenze buchen. Geschätzte Fahrzeit 4h. So würden wir 17:30 an der Grenze ankommen und könnten noch vor der Grenzschließung um 20:00 Uhr drüber huschen.

Als der Bus dann 14:00 Uhr endlich das Terminal verlies waren wir auch noch sehr positiv gestimmt, dass wir das alles so schaffen und es noch am gleichen Tag nach Siem Reap, unserem eigentlichen Ziel nochmal 4h nach der Grenze, schaffen. Leichte Skepsis stellte sich ein als der Bus dann nicht wie zu erwarten nach Osten fuhr sondern nach Westen. Nach anfänglichem Grübeln, ob wir auch im richtigen Bus sitzen, meinten wir dass die Kontrollfrau im Bus ja dann wohl doch etwas gesagt hätte falls dem so wäre.

Über kurz oder lang merkten wir auch, dass die gleiche Straße, die wir auch fahren wollten so ziemlich halb BKK benutzen wollte - heißt, Stau ohne Ende. Ca 1h später wussten wir dann auch warum. Scheinbar waren immer noch einige größere Straßen geflutet und unbefahrbar so dass alle, die BKK verlassen wollten, die gleichen Straßen nehmen mussten, was zu ewigen Staus und riesen Umwegen führte. Und selbst diese Straßen waren teilweise gerade mal so auf 20cm abgeebbt, so dass auch wir einige größere "Pfützen" passieren mussten. (Pfützen = Fische schwimmen neben dem Bus auf den Highway) Alles in allem hat uns das Verlassen vom Großraum BKK ca 2,5h gekostet, so dass das mit dem Grenzgang eher mau aussah.


Flut in BKK

Der Grenzort von dem man aus nach Kambodscha gelangen kann heißt Aranyaprathet - kein Name und kein Ort den man sich merken muss. Der einzige Grund in diesem Ort zu bleiben ist, wenn man es nicht über die Grenze geschafft hat. Glücklicherweise haben wir im Bus zwei Tschechen getroffen, die schon ein Guesthouse gebucht hatten, welches auf den Bildern im Netz wohl ganz ok aussah und 300Baht kosten sollte. Jetzt der Live-Eindruck: Sogar ich war von diesem Guesthouse, welches eigentlich ein Motel war, etwas angewidert ... aber für eine Nacht konnte man es überleben.


Zimmer in Aranyaprathet
Den nächsten Morgen um 7:30(!!) hat uns dann die Guesthousetante für 100Baht für 4 Personen zur Grenze gefahren. An der Grenze mussten wir uns dann erstmal um ein Visum kümmern. Vorab hatten wir dazu schon die wildesten Geschichten gehört. Dass man abgezogen wird und ewig warten muss etc. Allerdings war es bei uns recht relaxt und wenn man die Visumservice Typen vor dem Checkpoint ignoriert und einfach den Uniformierten folgt ist der Prozess echt kein Akt.


Immigration Office Kambodscha


Grenze nach Kambodscha


Warten im "free Shuttle"

Nach der Grenze gibt es dann einen offiziellen Bus zum offiziellen Busterminal für lau. Dann kann man für $12 pro Person (in Kambodscha zahlt man fast überall mit USD und nur für kleine Beträge mit den einheimischen riel) gen Siem Reap tuckern. Die Taxifahrt war etwas eng aber mit 2h Dauer eigentlich recht angenehm. In Siem Reap bekommt man dann sogar noch ein kostenloses Tuk Tuk zu seinem Guesthouse, wenn man vorher schon gebucht hat. Da die Tschechen schon gebucht hatten, haben wir uns einfach wieder mit rangehängt :) Leider war deren Guesthouse, welches auch Isa schon herausggesucht hatte, voll aber wir konnten problemlos in das daneben ziehen, welches von Preis/Leistung ($8 pro Zimmer) genauso war.


Busterminal nach der Grenze in Kambodscha

Nach 2 Tagen Reisen mit Flieger, Bus, Taxi und Tuk Tuk und Flut in BKK und Grenzübergang nach Kambodscha waren wir dann sehr froh wieder ein ordentliches Zimmer und eine schöne kalte Dusche zu haben.


Guesthouse in Siem Reap

Planung für die nächsten Tage:

  • Angkor Wat - Weltkulturerbe und eine der größten Tempelanlagen der Welt
  • Erkunden von Siem Reap und testen der lokalen Küche


3 Kommentare:

  1. Hallo ihr Zwei,

    na da habt ihr ja eine aufregende Fahrt an den zwei Tagen hinter euch:-)
    Super, wenn man Leute kennenlernt, die sich schon etwas auskennen!
    Also hat sich auch in BKK die Lage entspannt!?
    Schön, dass ihr so ausführlich schreibt, wir sind voll dabei.Auf den Fotos seht ihr gut aus:-)
    Die Zimmer sind doch preiswert oder wie rechnet man da um?
    Es wird bestimmt noch richtig interessant in den Tempeln usw.
    Bleibt schön gesund!!
    LG von allen und einen dicken Drücker!!

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  2. Hallöchen, na Eure Unterkünfte sind ja nich der Burner! Man hat das Gefühl nach Eurem "Urlaub" habt Ihr in der Beziehung stetig abgebaut!? Wobei das Guesthouse in Siem Reap von außen recht hübsch aussieht! Aber Ihr seid ja hart im Nehmen, habt schon viel erlebt und Asien erfahren.
    Ich denke nach dem Reisestress der letzten 2 Tage werdet Ihr in Angkor Wat sicher die Entschädigung für die Strapazen bekommen! Viel Spass! Und auch die Gourmeterlebnisse werden nicht auf sich warten lassen!

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  3. Tempel haben wir glaube ich erstmal (für die nächsten 5 Jahre) genug gesehen. Gerade weil wir sowas 2008 schonmal gemacht hatten war das jetzt für uns auch nicht soo der mega burner. (Trotzdem sehr sehenswert, so isses nich :)

    Gestern haben wir in Phnom Penh trips zu den Genozid Denkmälern gemacht. Das war echt beeindruckend. --> kommt bald.

    Grüße in die Heimat.

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